Heimische Traditionsbetriebe brauchen faire Wettbewerbsbedingungen
Bild privat: v.l. Geschäftsführer Friedrich Hämel und die Landtagsabgeordneten Wiebke Knell und Dr. Stefan Naas
KNELL/NAAS: Heimische Traditionsbetriebe brauchen faire Wettbewerbsbedingungen
FDP-Doppelspitze aus dem Landtag besucht Möbelhaus Hämel. Branche steht unter Druck. Unternehmertum muss sich lohnen
Sie sind das Rückgrat der lokalen Wirtschaft: Familienbetriebe, die auf eine lange Tradition zurückblicken – so wie das Einrichtungshaus Hämel in Frielendorf. Das Familienunternehmen wurde 1919 als Schreinerei gegründet und gehört heute mit über 10.000 Quadratmetern Verkaufsfläche zu den führenden Möbelhäusern in Nordhessen. Dort haben jetzt die beiden Fraktionsvorsitzenden der Freien Demokraten im Hessischen Landtag, Wiebke Knell und Stefan Naas, bei ihrer Sommertour Station gemacht, um sich bei Geschäftsführer Friedrich Hämel über die Lage kleiner und mittelständischer Möbelhändler zu informieren. „Uns ist wichtig, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen, die unser Land am Laufen halten. Wir wollen wissen, was wir als Politik verbessern können, damit gerade Klein- und Mittelständler im Wettbewerb bestehen können“, erklären Knell und Naas.
Deutlich wurde: Die Branche steht unter Druck. Schwache Konsumstimmung, wenig Wohnungsbau, steigende Kosten und schwierige wirtschaftliche Rahmenbedingungen belasten die Branche seit Jahren. Fast alle kleinen und mittelständischen Möbelhändler sind in Einkaufsverbänden organisiert, um mit den großen Anbietern mithalten zu können. Mit eigenen Kollektionen, individuellen Konzepten, wettbewerbsfähigen Preisen und viel Herzblut können sie sich dennoch gut im Markt behaupten.
Wiebke Knell, Fraktionsvorsitzende und heimische Abgeordnete aus dem Schwalm-Eder-Kreis, sagt: „In der Schwalm haben in den vergangenen Jahrzehnten viele Möbelhäuser schließen müssen. Umso wichtiger ist es, die verbliebenen Betriebe zu stärken, die hier verwurzelt sind, Arbeitsplätze sichern und den Menschen Auswahl und Beratung bieten. Das Einrichtungshaus Hämel zeigt, was unseren Mittelstand ausmacht: Familienunternehmen, die über Generationen gewachsen sind und Verantwortung für ihre Region übernehmen. Gerade solche Betriebe brauchen verlässliche Rahmenbedingungen statt immer neuer Belastungen.“
Stefan Naas, Fraktionsvorsitzender und wirtschaftspolitischer Sprecher, ergänzt: „Immer neue Subventionen lösen die Probleme des Mittelstands nicht, sondern verdecken sie nur. Die Möbelbranche braucht keine Politik, die einzelne Unternehmen künstlich stützt, sondern eine Wirtschaftspolitik, die allen Betrieben faire Chancen gibt. Entscheidend sind weniger Bürokratie, niedrigere Kosten und Rahmenbedingungen, unter denen sich Leistung und Unternehmertum wieder lohnen.“
