Knell besucht umicore – Saubere Mobilität für den ländlichen Raum

1. Oktober 2019

: v.l. Dr. Christian Hagelüken, Henrik Statz, Wiebke Knell, Dr. Bernhard Fuchs und Dr. Ralf Zuber

Die hessische FDP-Landtagsabgeordnete Wiebke Knell (Schwalm-Eder-Kreis) hat den Hanauer Standort des Materialtechnologie- und Recyclingkonzerns Umicore besucht. Zusammen mit Henrik Statz vom Hanauer FDP-Stadtverband informierte sie sich über die Geschäftsfelder von Umicore und machte sich ein Bild über die aktuellen Markt- und Technikentwicklungen im Bereich Elektromobilität und Akku-Technik.

Umicore ist weltweit führend bei Materialien für saubere Mobilität und Recycling. Die Produkte des Unternehmens umfassen unter anderem Materialien für wiederaufladbare Batterien, Brennstoffzellen und Autoabgaskatalysatoren. Dr. Bernhard Fuchs, Vorstand der Umicore AG & Co. KG, erklärte während des Besuchs: „Nachhaltigkeit als eine wichtige Prämisse für uns. Deswegen wird nicht nur ein großer Teil des in unseren Produkten verwendeten Materials durch Recycling gewonnen, sondern natürlich auch darauf geachtet, dass bei der Gewinnung von Rohstoffen sowohl Umwelt- als auch arbeitsschutzrechtliche Vorgaben streng eingehalten werden.“ Im Anschluss erläuterte Fuchs den aktuellen Entwicklungsstand im Bereich wiederaufladbarer Batterien und der Brennstoffzellentechnik „Die höhere Reichweite und die schnelle Wiederbefüllung mit Wasserstoff sprechen für die Brennstoffzelle, wenn es um lange Strecken geht.“

„Lokal emissionsfrei mit hoher Reichweite ist im ländlichen Raum mit hessischer Technik also kein Problem“, stellte Abgeordnete Knell fest. Die fehlende Infrastruktur im Bereich Wasserstofftankstellen hemmt aber eine größere Verbreitung. Ein Tankvorgang nimmt nur 5 Minuten in Anspruch, reine Batteriefahrzeuge brauchen viel länger, um wieder einsatzbereit zu sein. Sie sind also kaum eine Option für Langstreckenfahrer. „Trotzdem wird die Brennstoffzelle in der öffentlichen Diskussion fast völlig ausgeblendet, da auch hier nur der urbane Raum im Fokus der Diskussion steht.

Ebenso wird von Umicore eine Gesetzesinitiative zu einem einfachen und effektiven Sammelsystem von Elektrogeräten mit festverbauten Akkus vermisst. Allein in Deutschland schlummern 124 Millionen Handys in den Haushalten. Mit der Umicore-Technik ließen sich hiervon große Anteile recyceln und somit Rohstoffe einsparen.

Knell sicherte zu, sich für beide Sektoren stark zu machen. „Der parallele Ausbau von reinen Batterieladestationen und Wasserstofftankstellen in Hessen ist zu fördern. Hier werde ich nachfragen, was die Landesregierung tun will, um die Infrastruktur auszubauen, sicherte Knell zu. „Zu den Problemen im Bereich Sammlung nehme ich Kontakt mit der Bundes- und Europafraktion auf“, versprach sie abschließend.